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Watford gegen Hansa Rostock: Warum dieses Testspiel für die Kogge historisch ist

  • Autorenbild: KURVENHELDEN
    KURVENHELDEN
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 20 Stunden

Hansa Rostock international zu Gast in England beim FC Watford

Wer bei einem Testspiel nur an lockeres Sommerkicken denkt, dürfte am Samstag in Watford überrascht werden. Rund 6.000 Hansa-Fans machen sich auf den Weg nach England und verwandeln das Vicarage Road Stadium in ein blau-weiß-rotes Heimspiel. Für den FC Hansa Rostock ist es dabei weit mehr als nur die Generalprobe vor der Saison – es ist das erste Spiel der Vereinsgeschichte auf englischem Boden und die Erfüllung einer Idee, die bereits zum 60. Vereinsjubiläum entstand.


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Warum findet das Spiel überhaupt statt?


Der Ursprung dieser Begegnung reicht zurück in die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des FC Hansa Rostock. Der Verein, gegründet am 28. Dezember 1965, wollte dieses Jubiläum ursprünglich mit einem besonderen internationalen Testspiel würdigen. Dafür wurden mehrere Vereine in verschiedenen europäischen Ländern kontaktiert. Der FC Watford war nach Vereinsangaben der erste Klub, der seine Zusage gab. Auch wenn das Jubiläumsjahr inzwischen vorbei ist, wurde die Idee nun im Sommer 2026 umgesetzt. Damit bekommt das Testspiel einen besonderen symbolischen Charakter und hebt sich deutlich von einer gewöhnlichen Saisonvorbereitung ab.


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6.000 Hansa-Fans auf England-Tour


Schon Wochen vor dem Anpfiff war klar, dass Hansa Rostock auch im Ausland auf seine außergewöhnliche Reisefreude bauen kann. Rund 6.000 Anhänger werden in Watford erwartet – eine Zahl, die selbst in England für großes Staunen sorgt.


Die meisten Fans reisen per Flugzeug auf die Insel. Andere entscheiden sich bewusst für den klassischen Weg über den Ärmelkanal und setzen mit der Fähre von Dover nach Großbritannien über. Schon die Anreise entwickelt sich dadurch zu einem kleinen Fanabenteuer.


Der Verein ruft alle Anhänger dazu auf, in weißer Kleidung anzureisen, um im Gästeblock ein geschlossenes Bild zu erzeugen.



Das erste England-Spiel der Vereinsgeschichte


Ob Europapokal, Intertoto-Cup oder Freundschaftsspiele – der FC Hansa Rostock war in den vergangenen Jahrzehnten bereits in mehreren Ländern unterwegs. England fehlte jedoch bislang auf der Landkarte.


Erstmals in der inzwischen über 60-jährigen Vereinsgeschichte tritt die Kogge nun auf englischem Boden gegen einen Profiverein an. Allein dieser Fakt macht die Begegnung zu einem besonderen Kapitel der Vereinsgeschichte.


Das Vicarage Road Stadium


Austragungsort ist die Vicarage Road, die Heimspielstätte des FC Watford. Das Stadion bietet rund 22.000 Zuschauern Platz und gehört zu den traditionsreichsten Fußballstadien Englands. Jeder kennt das Stadion aus dem Video der verrücktesten Schlussminute der englischen Fußballgeschichte: "Here's Hogg... Deeneeeeeyyy!!!"



Besonders bekannt wurde Watford durch Musiklegende Elton John, der den Verein über Jahrzehnte als Präsident und Eigentümer prägte. Die Hansa-Fans werden geschlossen im Vicarage Road Stand untergebracht. Direkt dort richtet Watford zusätzlich eine Fan Zone mit Getränken, Essen und Musik ein.


Was kosten die Tickets?


Für Hansa-Fans kostete eine Eintrittskarte 18 Euro. Damit liegt der Preis deutlich unter vielen Pflichtspielen im englischen Profifußball und macht den Ausflug auch für größere Reisegruppen attraktiv.


Hansa Rostock Fans im Olympiastadion Berlin
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Wie sieht die Fanszene des FC Watford aus?


Anders als in Deutschland verfügt Watford nicht über eine klassische Ultrà-Szene.

Die lauteste Heimtribüne ist das Rookery End. Dort organisiert die Faninitiative The 1881 Gesänge, Fahnenaktionen und kleinere Choreografien. Daneben vertreten unter anderem der Watford Supporters Trust und das Supporters Board die Interessen der Anhänger gegenüber dem Verein.


Eine große Mobilisierung für das Testspiel ist allerdings nicht erkennbar. In England besitzen Vorbereitungsspiele traditionell einen geringeren Stellenwert. Viele Heimfans betrachten sie eher als lockeren Auftakt der Saison. Umso größer dürfte der akustische Einfluss der tausenden mitgereisten Rostocker werden.

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